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Hessisches Kultusministerium

„Für den üblichen kurzlebigen Korrespondenzbedarf ist Recyclingpapier vollkommen ausreichend. Altpapier ist ein wichtiger Rohstoff in der Papierindustrie und sollte nicht vergeudet werden. Da muss z.B. eine kurz ausgedruckte Mail, die dann weggeworfen wird, nicht auf Primärfaserpapier zur Verfügung stehen. Daneben sind bei der Verwendung von Recyclingpapieren durchaus auch managementbedingte Einsparungen zu erzielen.“

Mit den Bildungs- und Erziehungsplänen verfolgt das Hessische Kultusministerium ein ganzheitliches Konzept. In den Richtlinien für die einzelnen Bildungsgänge wird aufgefordert, vom Umweltschutz nicht nur zu reden, sondern eine Ich-Stabilität aufzubauen, die in der schwer durchschaubaren Industriegesellschaft Handlungskompetenz aufbaut, die die Auswirkungen eigenen Tuns auf berufliches, privates, familiäres Leben, freie Zeit und Öffentlichkeit erkennen, durchschauen und wahrnehmen lässt.

Im April 2004 wurde in unserem Hause gem. § 2 des hessischen Ausführungsgesetzes zum Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (HAKA) vom 23.05.1997 auf meine Initiative von Primärfaserpapier (holzfrei weiß) auf umweltfreundliches Recyclingpapier (tcf) umgestellt. In der Einführungsphase traten Widerstände auf, die mit Staus an den Druckern begründet wurden. Zusammen mit dem Papierhersteller Steinbeis in Glückstadt haben wir das untersucht; es waren haltlose Behauptungen. Nachdem im letzten Jahr Farbsysteme ins Haus kamen, stieg der Verbrauch von Primärfaserpapieren wegen der vermeintlichen farbtreueren Abbildung wieder an. Mit der Recyclingpapiervariante ProWhite mit 90er Weiße habe ich darauf geantwortet und jetzt bisherige Weiß-Befürworter ihrer Vorurteile überführt, da sie das Recyclingpapier gegenüber Primärfaserpapieren nicht identifizieren konnten.

Für den üblichen kurzlebigen Korrespondenzbedarf ist Recyclingpapier vollkommen ausreichend. Altpapier ist ein wichtiger Rohstoff in der Papierindustrie und sollte nicht vergeudet werden. Da muss z.B. eine kurz ausgedruckte Mail, die dann weggeworfen wird, nicht auf Primärfaserpapier zur Verfügung stehen. Daneben sind bei der Verwendung von Recyclingpapieren durchaus auch managementbedingte Einsparungen zu erzielen.
Hartnäckige Frischfaser“fans“ kann man dadurch überzeugen, dass man nicht unbedingt darauf hinweist, dass Recyclingpapiere aus Altpapier hergestellt werden. Das gibt die Anmutung von alt und gebraucht, das niemand anfassen will. Gute Druckergebnisse auf Recyclingpapier überzeugen gegenüber schlechten auf Primärfaserpapier. Geben Sie Druckwerke auf Recycling- und nach einer Pause solche auf Primärfaserpapier an die Hand. Unterschiede können bei hoher Weiße kaum identifiziert werden. Appellieren Sie ans Umweltbewusstsein, erinnern Sie an die Kreislaufwirtschaft, die auch privates Geld spart.

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